Diplom-Finanzwirt (FH)
Klaus Schmidt

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Wenn Sie Informationen über steuerliche Themen haben möchten, haben wir eine Reihe interessanter Artikel für Sie erstellt. Halten Sie sich auf dem Laufenden und lesen Sie kostenlos.

Formwechsel einer OHG in eine GmbH

Wirtschaftliche, gesellschaftsrechtliche und andere Gründe zwingen Unternehmen, ihre Organisationsstrukturen einer ständigen Prüfung zu unterziehen und ggf. durch Umwandlung in eine andere Rechtsform anzupassen. Die Gründe für eine Umwandlung sind vielfältig und von den jeweiligen rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der Unternehmen und ihrer Beteiligten abhängig.

Die Umwandlung einer Offenen Handelsgesellschaft (OHG) in eine GmbH ist zulässig. Dabei sind die Vorschriften des Umwandlungsgesetzes und des Umwandlungssteuergesetzes zu beachten. Beim Wechsel von der OHG in eine GmbH ist u. a. die sog. Buchwertverknüpfung möglich. Die Übertragung der Vermögens- und Schuldposten aus der Schlussbilanz der OHG in die Eröffnungsbilanz (Übernahmebilanz) der GmbH erfolgt zu unveränderten Werten. Stille Reserven werden nicht aufgelöst. Es entsteht kein zu versteuernder Gewinn.

Bei einer solchen Umwandlung verlangt die Finanzverwaltung, dass der qualifizierte Einbringungsgegenstand (Betrieb, Teilbetrieb oder Miteigentumsanteil) am steuerlichen Übertragungsstichtag vorhanden sein muss.

Das Niedersächsische Finanzgericht bestätigte diese Auffassung. Eine Einbringung im Wege des Rechtsformwechsels einer OHG in eine GmbH könne nicht mit steuerlicher Rückwirkung vorgenommen werden, wenn die OHG im Zeitpunkt des Umwandlungsbeschlusses bereits keiner Tätigkeit mehr nachgehe.

Der Bundesfinanzhof muss abschließend entscheiden.

Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft als ständiger Vertreter

Eine in Luxemburg ansässige Gesellschaft hatte sich mit dem Ankauf von Dental‑Altgold befasst. Der beherrschende Gesellschafter und Geschäftsführer hatte Wohnung und Büro in Luxemburg, eine weitere Wohnung in Deutschland in Grenznähe.

Nach einer Fahndungsprüfung kam das Finanzamt zu dem Ergebnis, dass der Geschäftsführer durch die regelmäßigen geschäftlichen Aktivitäten in Deutschland als ständiger Vertreter anzusehen sei. Das Handeln des Geschäftsführers in Deutschland führe damit zu einer beschränkten Körperschaftsteuerpflicht des ausländischen Unternehmens.

Der Bundesfinanzhof bestätigte, dass Organe von juristischen Personen ständige Vertreter sein können.

Spekulationsfrist und gewerblicher Grundstückshandel bei Verkauf von Immobilien im Privatvermögen

Werden Grundstücke, einschließlich aufstehender Gebäude, ab Kauf innerhalb von 10 Jahren (Spekulationsfrist) verkauft, unterliegt der Gewinn der Einkommensteuer.

Etwas anderes gilt, wenn der Eigentümer oder zum Beispiel sein Kind, bei dem noch Anspruch auf Kindergeld besteht, im Jahr des Verkaufs und den beiden vorangegangenen Jahren, die Immobilie zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat.


Werden mehrere Objekte im Privatvermögen innerhalb eines Fünfjahreszeitraums verkauft, ist auch das Vorliegen des sogenannten gewerblichen Grundstückshandels zu prüfen. In der Regel gehören hierzu Grundstücke und aufstehende Gebäude, bei denen weniger als fünf Jahre zwischen Anschaffung und Verkauf liegen. Der Verkauf von mehr als drei solcher Objekte führt zum gewerblichen Grundstückshandel.

Damit unterliegt der Gewinn auch der Gewerbesteuer. Vermietete Objekte dürfen nicht abgeschrieben werden.

Solche Objekte, die bereits länger als 10 Jahre vermietet wurden gehören grundsätzlich nicht mehr dazu und der Verkauf ist steuerfrei.

Achtung: Vorsteuerabzug bei teilweise nichtunternehmerisch genutzten Leistungen nur bis 31.05 des Folgejahres

Bezieht ein Unternehmer eine zu mindestens 10% (ansonsten z. B. privat) für sein Unternehmen genutzte Leistung, besteht diesbezüglich ein Zuordnungswahlrecht. Dies ist insofern von Bedeutung, da nur für eine dem Unternehmen zugeordnete Leistung der Vorsteuerabzug geltend gemacht werden kann. Die Zuordnungsentscheidung ist bis spätestens 31.05 des auf den Leistungsbezug folgenden Jahres zu treffen. Normalerweise wird die Zuordnungsentscheidung in den Umsatzsteuer-Voranmeldungen des laufenden Jahres getroffen.

Problematisch sind allerdings insbesondere im Bau befindliche Gebäude, bei dem sich der Leistungsbezug über mehrere Jahre hinzieht und der Unternehmer erst nach Fertigstellung entsprechende Umsatzsteuererklärungen einreicht. In diesen Fällen ist ein Vorsteuerabzug nicht mehr möglich (mit Ausnahme des letzten Jahres bei Einreichung der Umsatzsteuererklärung bis 31.05 des Folgejahres).

Steuerbelastungsvergleich Deutschland/Schweiz/Frankreich

Denken Sie darüber nach Ihren Wohnsitz ins Ausland zu verlegen?

Die Steuerbelastung in Deutschland, Schweiz, Frankreich ist sehr unterschiedlich. Insbesondere das französische Steuerniveau ist in vielen Fällen erheblich niedriger als das Deutsche, so dass eine Wohnsitzverlegung auch aus steuerlichen Gründen interessant sein kann.
Wir führen für Sie einen Steuerbelastungsvergleich durch, so dass Sie das unterschiedliche Steuerniveau in Ihre Überlegungen mit einbeziehen können.

Bitte beachten Sie die unterschiedlichen Bedingungen bei der Erbschaftsteuer/
Schenkungsteuer. In Frankreich sind die Steuersätze erheblich höher und die Freibeträge erheblich geringer als in Deutschland.